Wozu gibt es unterschiedliche Golfschläger?

Jeder Spieler darf in einem Turnier 14 Schläger mitführen. Die Hauptunterschiede zwischen den Schlägern bildet der Winkel der Schlagfläche und die Schaftlänge. Schläger mit einer größeren Neigung der Schlagfläche produzieren in der Regel einen hohen und kurzen Ballflug, der Ball bleibt nach der Landung zudem schneller liegen. Schläger mit einer geringeren Neigung der Schlagfläche haben zeitgleich einen längeren Schlägerschaft. Sie geben dem Spieler die Möglichkeit den Schlägerkopf besser zu beschleunigen und flacher startende, längere Bälle zu schlagen. So hat jeder Spieler in jeder Spielsituation eine größere Auswahl an Schlägern und Schlagoptionen zur Verfügung.

Was ist die Platzreife?

Die Platzreife des Deutschen Golf-Verbandes ist eine Art Führerschein für Golfplätze. Mit ihr bestätigt man ein gewisses Spielniveau sowie Kenntnisse über die Grundregeln und Etikette im Golfsport. Diese Grundlagen sind notwendig um den Spielfluss aufrecht zu halten sowie die Gefährdung anderer Spieler auszuschließen. Die Platzreifeprüfung besteht aus einem praktischen, spielerischen Test (Absolvieren von 9 Bahnen mit einer maximalen Anzahl an Schlagversuchen) und einer Theorieprüfung welche Grundregeln und Etikette beinhaltet. Je nach Talent und Motivation sind 3-5 Wochen ein realistischer Zeitrahmen für dieses Vorhaben. Während dieser Zeit sollte mindestens 2mal die Woche trainiert und gespielt werden, um sich ein ausreichendes Maß an Ballgefühl, taktischem Verständnis und Schwunggefühl anzueignen...

Ich treffe nicht jeden Ball, wie werde ich konstanter?

die schlechte Nachricht: Garnicht... die gute Nachricht: Garnicht. Fehlende Konstanz ist Fluch und Segen zugleich. Im Leben wie im Spiel gibt es keine Konstanz, denn sie ist der Feind des Fortschritts. Unser Umfeld befindet sich in regelmäßiger Veränderung, und auch wir befinden uns in regelmäßiger Veränderung. Die Kunst auf dem Golfplatz ist nicht, immer wieder dasselbe zu tun, sondern im Rahmen unserer momentanen Möglichkeiten die beste Lösung in jeder Situation zu finden. Daher erreicht man konstantere Treffer auf dem Platz nicht zwingend durch mehr Training auf der Range. Man kann an seiner Fertigkeit arbeiten, den Schläger besser zu fühlen und zu beschleunigen, aber auch diese Fertigkeit ist glücklicherweise kein Garant für super Schläge. Inkonstanz ist die Grundlage für Fortschritte, Konstanz ist die Grundlage für Stagnation. Die hohe Kunst besteht nicht darin, den Ball konstanter zu treffen, sondern sich persönlich soweit zu entwickeln, dass man Fehlschläge mit einem Lächeln wegsteckt...

Welche Aufgabe hat der Trainer im Golfsport?

Sich selbst zu motivieren ist häufig nicht leicht. Jemand anderen zu motivieren ist jedoch nahezu unmöglich. Entweder man verspürt den drang zu trainieren und sich zu verbessern..., oder eben nicht. Ist ein Spieler motiviert, stellt er sich selbst häufig vor schwierige Aufgaben und bringt ein hohes Maß an Frustrationstoleranz mit. Merkt man selbst ein Motivations-tief, können einige Strategien helfen, sich dennoch spielerisch weiter zu entwickeln:

- suchen Sie sich einen Ausgleichsort, der Abwechselung in ihren Trainingsalltag bringt. Dabei kann man aus vielen Sportarten positive Effekte in den Golfsport übertragen. Beweglichkeit und Kraft aus dem Kampfsport, Ballgefühl und Reaktion aus Tennis oder Tischtennis, Konzentrationsfähigkeit beim Schachspiel etc.

- suchen Sie sich einen Spielpartner oder eine Trainingsgruppe. Diese können einen mitziehen und motivieren.

- sind Sie mehr der Intellektuelle Typ? Bleiben Sie dem Platz ein bis zwei Wochen fern und schauen Sie sich Golfvideos an oder lesen Sie ein Buch über Golftechnik. Es muss dem Spiel nicht zwingender weise helfen, aber es gibt neue Ideen und Anregungen.

Welche Schläger benötige ich für den Einstieg?

Anfangs ist ein Halbsatz an Schlägern vollkommen ausreichend. Man führt dann nur max. 7 Schläger in seinem Bag mit, meist ein oder zwei Hölzer, 3-4 Eisen und einen Putter. Dies erleichtert den Einstieg und stellt den Spieler in jeder Spielsituation nicht vor unnötige Wahlmöglichkeiten. Häufig werden Anfänger nach ein paar Runden Golf ohnehin ihr "Lieblingseisen" gefunden haben, welches dann häufiger zum Einsatz kommt. Sollte man noch nicht über einen Trolley verfügen, reduziert ein Halbsatz zudem das Gesamtgewicht des Tragebags um ein paar Kilos. Wenn man mit der Zeit sein Können erweitert, kann man auch seine Ausrüstung um einige Schläger ergänzen.

Wie lerne ich "den" Golfschwung am besten?

Der Golfschwung und das Spiel sind zwei unterschiedliche, häufig schwer zu vereinbarende Disziplinen, denn sie stellen den Spieler vor unterschiedliche Aufgaben. Will ich einen Golfschwung lernen, muss ich mich vor allem auf die Bewegung konzentrieren. Hier gilt es die Komponenten Kraft und Beweglichkeit zu schulen, welche die Schwungbewegung schneller und effektiver machen. In dieser Trainingsform gelten dieselben Prinzipien wie im Krafttraining: Wiederholen und Wiederholen... bis die Bewegung stabiler und effektiver wird.

Will ich hingegen das Spiel lernen, werde ich auf dem Golfplatz selten zweimal derselben Situation begegnen. Zum einen ändern sich die Situationen ständig, was für den Spieler bedeutet, dass er auch sein Verhalten und seine Schlagplanung an jede Situation neu anpassen muss, zum anderen liegen zwischen 2 Schlägen nicht selten 2-3 Minuten an Zeit und ein Fußweg von (hoffentlich) 200m. Die hohe Kunst ist hier nicht, dieselbe Bewegung zu wiederholen, sondern sich mental und physisch immer wieder auf wechselnde Bedingungen einzustellen. Hier ist ein deutlich höheres Maß an Konzentration und Besonnenheit gefragt als auf der Übungsanlage...

Nun ist die hohe Kunst, die beiden Disziplinen Schwungoptimierung und Spielkompetenz unter einen Hut zu bringen. In der Regel kann man das Problem lösen, indem man im Winter vermehrt an seiner Kraft, seiner Beweglichkeit und seiner Schwunggeschwindigkeit arbeitet, und im Sommer den Fokus voll auf das Spiel auf dem Platz legt.

Kann ich mir im Training ohne Lehrer etwas "Falsches" angewöhnen?

Falsch wäre der Versuch, zu oft denselben Schwung oder dieselbe Spielsituation zu wiederholen und zu wiederholen. Um sinnvoll zu trainieren, muss man erkennen und verstehen, dass im Golfsport nie zweimal in Folge derselbe Schwung oder die Lösung derselben Spielsituation gefordert ist. Häufig unterliegen die Spieler, welche mit dem Gedanken zum Golf kommen, etwas einschleifen zu können oder zu müssen (unabhängig davon ob es nun "richtig" oder "falsch" ist), einem Irrtum. Man kann weder etwas Richtiges, noch etwas Falsches "einschleifen". Denn die Idee des "Einschleifens", sei es im Schwung oder im Spiel, ist ein gedanklicher Irrtum. Das wahre Geheimnis regelmäßiger Verbesserung ist das erlernen ständig neuer Varianten. In diesem Prozess sind Fehler vollkommen normal. Man darf sie weder scheuen noch sich entmutigen lassen, wenn man die Lösung für eine bestimmte Situation nicht sofort findet.